Der Grenzwert: 3,5 ng/ml im Blutserum
§ 24a Abs. 1a StVG nennt seit dem 22. August 2024 einen Wert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum. Wer mit diesem Wert oder mehr fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit – unabhängig davon, ob er sich beeinträchtigt fühlt. Der Wert bezieht sich auf Blutserum, nicht auf Urin oder Haar.
Der Grenzwert ist keine Erlaubnis. Er trennt die Ordnungswidrigkeit von der Straftat; § 316 StGB bleibt daneben anwendbar, wenn Ausfallerscheinungen hinzukommen.
Wann die Fahreignung geprüft wird
Unabhängig vom Grenzwert kann die Behörde nach § 13a FeV prüfen, ob ein Konsummuster vorliegt. Dafür spricht etwa wiederholter Konsum oder Mischkonsum mit Alkohol. Die MPU fragt dann nicht nach dem letzten Wert, sondern nach dem Verlauf: Substanz, Häufigkeit, Umfeld und Veränderung.
Für Fahranfänger und Menschen unter 21 gilt zusätzlich § 24c StVG: Alkohol und THC sind während der Fahrt und beim Fahrtantritt unter Wirkung tabu – ohne Promille- oder Nanogramm-Schwelle.
Was das für die Vorbereitung heißt
Wer nur den Wert im Blick hat, beantwortet die falsche Frage. Im Gespräch geht es um Konsummuster, Anlässe und darum, was sich verändert hat. Nachweise sind ein Beleg, kein Ersatz für die Erzählung.
- Konsumverlauf chronologisch aufschreiben.
- Mischkonsum nicht auslassen.
- Nachweise mit Datum und Stelle sammeln.
- Veränderung konkret belegen.
Was darf das kosten?
Stunden, Format und Delikt eingeben – der Kostenrechner zeigt den üblichen Korridor für die Vorbereitung und die Gesamtkosten bis zur Fahrerlaubnis.
Zum KostenrechnerAb welchem Wert ist Autofahren verboten?
Seit dem 22. August 2024 gilt 3,5 ng/ml THC im Blutserum als Schwelle der Ordnungswidrigkeit nach § 24a Abs. 1a StVG. Bei Ausfallerscheinungen kommt eine Strafbarkeit nach § 316 StGB in Betracht – unabhängig vom Wert.
Reicht ein negativer Urintest als Nachweis?
Nein. Urin, Blut und Haar beantworten unterschiedliche Fragen. Ein Urinbefund belegt keinen aktuellen Serumwert und keine Fahreignung.
Brauche ich als Gelegenheitskonsument eine MPU?
Das entscheidet die Behörde anhand der Akte. Die MPU ist kein Automatismus, bei Hinweisen auf ein Konsummuster aber möglich.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information. Er ersetzt keine Rechts- oder Einzelfallberatung und enthält keine Zusage über den Ausgang einer Untersuchung.